Reingehört: Ablaze – Return To Dust

Und da sind wir schon wieder. Kurz vor dem Start der Tour mit No Zodiac und Unit 371 gaben Ablaze bekannt, dass sie ihr nächstes Promo-Tape “Return To Dust” via Helltrapped Records veröffentlichen werden. Das Tape beinhaltet leider nur zwei Songs, was sehr schade ist, denn das Tape macht definitiv Bock auf mehr! Aber genug gequatscht, gehen wir ans Eingemachte.

ablaze

Das Tape startet mit dem schon auf YouTube veröffentlichten Song “Between Faith & Chaos”, welcher mit 03:09 der längere von beiden Tracks ist, und ohne viel Vorspiel direkt losbrettert. Was mir direkt auffällt ist, dass sich die Produktion im Vergleich zum letzten veröffentlichen Song “War On Heaven” deutlich unterscheidet. Chris’ Stimme ist bei weitem nicht so deutlich im Vordergrund und es klingt meiner Meinung nach alles etwas “sauberer”, wenn auch etwas druckloser. Welcher Mix mir da nun besser gefällt kann ich gar nicht sagen, dafür müsste ich das Tape etwas häufiger hören. Vom Stil her machen Ablaze da weiter, wo sie aufgehört haben und gehen den Weg Richtung “weniger Hardcore, mehr Metal” konsequent weiter. Wer hier auf stumpfe Moshparts (oder überhaupt deutlich gesetzte Moshparts) hofft, der hofft vergebens. Stattdessen wird das gesamte Tape von einem Wort regiert: Riffs. Riffs, Riffs und nochmal Riffs. Das Gitarrenspiel wird einem nur so um die Ohren geschmettert und nicht selten wird es dabei mit Blastbeats unterlegt. Geil. Freunde des Headbangens werden hier auf jeden Fall glücklich. Das soll nun jedoch nicht heissen, dass die Songs vom Writing her nicht tanzbar oder weniger hart sind, als es ältere Lieder von Ablaze sind. Es gibt immer noch altbekannte Two-Step-Passagen und groovige Parts, diese wechseln sich nun halt nur öfter mit enormen Druck nach vorne oder eben ruhigeren, melodischeren Passagen ab und sind einfach weniger plastisch eingebaut, als es bei anderen Bands der Fall ist. Wenn ich den aktuellen Werdegang vergleichen müsste, würde ich Countdown aus Belgien in die Runde werfen, wobei meiner Meinung nach der Metalanteil bei Ablaze noch ein Stückchen höher ist.

Ich merke gerade schon, dass ich kaum den Sprung zum zweiten Song schaffe, denn letztendlich gehen die Songs nahtlos ineinander über. Während ich den Text hier schreibe, laufen beide Songs in Dauerschleife im Player und sobald ich mich kurz aufs Schreiben konzentriere, weiß ich schon nicht mehr, welcher Song gerade läuft. Den roten Faden haben sie also definitiv gefunden. Nach ein paar Durchläufen zeigen jedoch beide Songs auch individuelle Stärken auf, so ist gerade das Ende vom zweiten Song “Return To Dust” unglaublich stark geschrieben und kraftvoll. Wie auch bei “War On Heaven” wechselt sich Chris’ beim Gesang mit Backings durch Gitarrist Lennart ab, was allerdings etwas zurückgefahren worden ist und eher im Wechselspiel geschieht. Wie ich finde, eine guter Schritt, da die Stimme doch sehr speziell ist und bei längeren Einzelpassagen den ein oder anderen nerven könnte.

Ich denke so kann man das als Ersteindruck stehen lassen. Mehr Metal, weniger Hardcore, musikalisch Anspruchsvoll und kraftvoll nach vorne. Wild.

Bleibt nur eins: Auf einen der Tour-Stops gehen, sich das Tape kaufen und selber reinhören! Die Show auf dem Ieperfestival war auf jeden Fall richtig gut!

Markus Kasten

Für weitere Informationen checkt:

http://www.facebook.com/ablazehc

http://www.facebook.com/helltrappedrecords