Was in keiner Plattensammlung fehlen darf! #003

Cheap Thrills – S/T

Was steht denn heute noch so auf dem Haushaltsplan?
Wäsche waschen, Staub saugen, Einkaufen gehen, Plattenschrank durchwühlen.. und dabei auf einen modernen Klassiker stoßen. Klingt doch nach einem guten Plan.
Nachdem die ersten Dinge erledigt waren, konnten wir von der Arbeit endlich zum Vergnügen kommen. Und welches Schmuckstück stellen wir heute vor?

Die 2007 auf „Sandblaster Records“ erschienene „S/T“ von dem Aachener Hardcore Brett Cheap Thrills!

CheapThrills

Kann sich überhaupt noch irgendjemand an die Jungs von Cheap Thrills erinnern? Sie haben ihre Abschiedsshow am 17.10.2009 in der wütendsten Location Deutschlands, vielleicht von ganz Europa, gespielt, und zwar in den guten alten Proberäumen in Duisburg Meiderich. Ein trauriger Tag für die deutsche Hardcore Szene, aber Bands wie diese sollten bei den Leuten für immer in Erinnerung bleiben. Daher möchte ich genau diese Erinnerungen an Cheap Thrills wieder etwas auffrischen, indem ich euch ein wenig über die „S/T“ Scheibe erzähle.

Zuallererst möchte ich euch auf den kleinen Bonus auf dieser 12“ Scheibe aufmerksam machen.
Auf Seite A findet ihr die Debut MCD „We´re All Broken“, welche ursprünglich auf „Carthago Music Company“ im Jahre 2005 erschienen ist. Ist schon eine saubere Sache, da diese nur auf MCD zu kaufen war. So haben Plattensammler die Chance, sich „We´re All Broken“ auch auf Vinyl anhören zu können.
Auf Seite B ist die eigentliche „S/T“ zu finden, welche einfach mal den Großteil der heutigen deutschen HardcoreBands in den Schatten stellt. Euch erwartet kontinuierlicher Druck nach vorn, welcher vor allen von Chris‘ wütender Stimme durchweg unterstützt wird. Absolut berüchtigte Ausrast-Passagen, so wie bei dem Song „Chain Reaction“ oder „Grave Robbers“, aber auch viel Two Step und SingAlongs sind im Paket enthalten.
Lyrisch kann das Teil ebenfalls überzeugen, egal ob es um Fakes in der Szene geht („Grave Robbers“), Rückhalt unter Freunden („Way Of The Truth“) oder der innerlichen Wut, welche irgendwann überkocht („Overload“). Zum Nachdenken wird euch hier einiges an Texten geboten.

„Grave Robbers“ ist einer meiner Favoriten auf der Platte, weil hier besonders der Punkt „Fakes“ in der Szene angesprochen wird. Leute, die im Prinzip dauerhaft damit beschäftigt sind der Hardcore Szene Schaden zu zufügen. Ob das nun Shittalk im Internet ist, unangebrachtes Verhalten auf Shows oder Ansichten, die nichts mit Hardcore zu tun haben, das kann am Ende jeder für sich selber entscheiden. Ein simpler Text, der trotzdem alles aussagt, was ich selbst empfinde, von daher: GAME OVER, Aue!

Es gibt von Anfang bis Ende einen Mix aus 90er NYHC à la Madball und CTHC à la Death Threat oder auch früheres Hatebreed.

Ihr könnt euch die Platte noch im EShop von „Filled With Hate“ Records bestellen. Falls ihr Cheap Thrills noch nicht kennt, so glaubt mir, ihr werdet diese Investition nicht bereuen!

Fernando Sanchez Bertot

Für weitere Informationen checkt:

http://facebook.com/cheapthrillshc

http://sandblasterreleases.blogspot.de

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