Bind – 2016 Promo Review

Bind aus Florida wurde mir vom allseits bekannten RoughNeck Media Vidjo-Meister Adam ans Herz gelegt, wobei dieser explizit auf die schiere Ignoranz und lächerliche Härte der Kapelle hinwies.Zwei Faktoren womit man mich schon vor jeglichen Höreindrücken ins Schwitzen bringen kann. Mit entsprechend hohen Erwartungen klicke ich also auf den Link zur Bandcamp-Seite der Band und lausche dem neusten Promo-Release. Es ist wirklich schwer Musik adäquat zu beschreiben, aber das Adjektiv “hart” ist hier komplett ausreichend und eigentlich müsste ich auch gar nichts weiter dazu schreiben, was ich jedoch tue, da wir ja irgendwo auch ein wenig professionell wirken wollen.Bind Live

Bind spielen eine endlos wütende Mischung aus Bay Area Thrash Metal und 90s Hardcore, die ich in der Form noch nie zuvor gehört habe, was mir schon ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern weiß, da Hardcore und Eigenständigkeit auch in 2016 noch keine Freunde geworden sind. Zuträglich zum ohnehin schon recht eigenständigen Sound der Band hat man sich scheinbar ordentlich viel Mühe gegeben den asozialsten Typen der gesamten USA an das Mikro zu holen, welcher der Musik mit seiner markanten Stimme, die meiner Meinung nach wie eine Fusion aus Jamey Jasta von Hatebreed, Paul Bearer von Sheer Terror und dem wütendsten Kettenraucher der Welt klingt, noch mehr Eigenständigkeit einhauchen kann.

Bereits nach den ersten drei Sekunden des Openers “Judas” haben sich alle meine Gehirnzellen verabschiedet und der Abend dreht sich nur noch um Metal, Spinkicks und urzeitliche Instinkte. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich lieber mit Jeanskutte und Bandana headbangen oder wie ein Neandertaler mit diversen stumpfen Gegenständen im Pit auf Konzertbesucher einschlagen würde. Zu der Musik von Bind funktioniert nämlich beides blendend, weshalb ich an dieser Stelle auch eine Empfehlung an die Metal-Fraktion aussprechen möchte. Kaum ist der erste Song vorbei geht es sofort mit dem zweiten Song “Exposed” weiter. Auch hier peitscht man sich auf höchsten Tempo durch Thrash Metal-Riffs und groovigen Hardcore, nur um letztendlich nach einer Minute beim stumpfesten Break der Weltgeschichte anzukommen. Das Alles funktioniert insgesamt super und lässt meinerseits nur wenig Wünsche offen.

Wer mathematisiertes Gefrickel, tiefsinnige Texte und Progressive Metal à la Tool mag, hat beim Lesen dieses Reviews schätzungsweise zwei Minuten seiner Lebenszeit absolut verschwendet und wird an Bind ungefähr so viel Freude haben, wie das durchschnittliche Straight Edge-Kid an einer Flasche Whisky. Freunden von Bands wie All Out War, Hatebreed und Slayer kann ich in diesem Fall jedoch eine unumgängliche Hörpflicht aussprechen. In Sachen Rückverdummung und hartem Mosh können die Jungs aus Florida punkten wie nur wenige andere und ich für meinen Teil freue mich sehr auf die weitere Entwicklung der Band.

Tracklist:

01. Judas
02. Exposed

Für weitere Informationen checkt:
http://www.facebook.com/bindfl
http://bindfl.bandcamp.com