Bodybag – Hard Death Review

Hat dir eigentlich schon mal einer mit einem Vorschlaghammer einen Scheitel gezogen?“, so der gute Bud Spencer in dem Klassiker „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“. Eine bessere Einleitung könnte man für Bodybags “Hard Death” nicht finden, denn die fünf Jungs aus Chicago haben hier mal wieder gezeigt, wie man Abriss wohlschmeckend vertont. Das bereits zweite Release der Band dieses Jahr hat so einiges im Petto.
Bodybag
Bodybag

„Stumpf ist Trumpf“ war wohl das Motto in den letzten Jahren, was dazu führte, dass Beatdown Bands wie Unkraut aus dem Boden sprossen und eine versucht hat die andere in Sachen Downtempo zu toppen, so dass Gitarren, Vocals und die Themen immer düsterer und tiefer wurden. Schwer wird es nur dann, wenn es darum geht sich irgendwie aus dieser Masse an Stumpfheit hervorzuheben. Mit ihrer neuesten EP, die den Namen Hard Death trägt und am 19.August via Rising Nemesis Records Vinyl & Tape erscheinen wird haben Bodybag mal wieder bewiesen, dass Beatdown noch längst nicht langweilig geworden ist.

Nach einer Demo und der “Public Execution EP werden hier wieder gewaltige Töne angeschlagen. Schon nach dem ersten Hördurchgang war ich überrascht, denn entgegen meinen Erwartungen unterscheidet sich auch dieses Release zu den vorigen.

Trotz Gerado’s markanter Stimme sind Bodybag definitiv kein No Zodiac Klon, sondern schaffen es nach wie vor mit harten Slams, Blasts und donnernden Groovepassagen ihren persönlichen Charakter zu folgen und somit sind sie noch einmal eine ganze Stufe Slam-lastiger und stumpfer als No Zodiac. Schon ab dem ersten Song, der den galanten Titel “Bound To The Abyss” trägt, jagt eine Slamwelle die Nächste. Zwischendurch holzt hier und da mal eine Blastbeatwalze mit voller Wucht vorbei und lässt alles noch heftiger ausfallen.

Große Neuheiten oder Experimente gibt es hier nicht. Bodybag bleiben brav beim „Slam, Blast und Slam“ Prinzip, und lassen es scheppern. Der Druck, der hier erzeugt wird und den Track wie eine Kette umschließt, lässt auch bei den weiteren Titeln nicht nach. Mit klangvollen Hits wie One Foot In The Grave oder “Mountain Of Corpses“, die sich bestimmt auch super auf Kindergeburtstagen oder Konfirmationen machen würden, schleppt sich die Hard Death EP wie ein Panzer nach vorne.

Fakt ist, hier wurde das Rad zwar nicht neu erfunden, aber definitiv mit Schwung ins Rollen gebracht. Bodybag wissen wie man es richtig Scheppern lässt, und haben hier mal wieder eine Beatdown/Slam EP  hingelegt, die sich hören lassen kann! Wenn ihr auf die Prügelschiene à la 38 Snub, Vow Of Hatred oder Laid 2 Rest steht, kann ich euch die EP definitiv ans Herz legen. Ihr könnt euch auf der Facebook Seite bereits den Track “Generation Victim” anhören, und euch schon mal einen Vorgeschmack auf das kommende Werk holen.

TracklisteBodybag - Hard Death Cover

01. Bound To The Abyss
02. One Foot In The Grave
03. Gateways To Madness
04. Generation Victim
05. Mountain Of Corpses
06. Atonement07.
07.Buried At Golgotha
08. Cast Into Darkness

Für weitere Informationen checkt:
http://www.facebook.com/7BODY7BAG3
http://www.facebook.com/rnrvt
http://rnrvt.bigcartel.com

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