Broken Teeth – At Peace Amongst Chaos Review

Dass sich die “Manchester Hate Crew” immer mehr ihren Weg aus dem Underground-HC Richtung Mainstream bahnen würde, war nach der Persistence-Tour im letzten Jahr wohl beschlossene Sache. Nichtsdestotrotz war ich, sagen wir mal überrascht, dass das neue Album „At Peace Amongst Chaos“ über den Major „Nuclear Blast“ erscheint. So richtig passt die Band ja nicht in den Roster des Labels. Schnell kam die Angst in mir auf, bald mit noch mehr Ninja-Mangacore konfrontiert zu werden. Die fiebrigen Albträume hörten aber nach dem ersten Appetizer namens „Nothing Like You“ zum Glück auf und ich war durchaus gespannt, was mich auf der Full-Length noch so erwartet.

Broken Teeth

Gleich bei dem ersten Durchhören der Platte fällt eines ganz besonders auf: Der Wechsel zum Major bring den Vorteil mit sich, dass die Produktion der Scheibe um einiges fetter ist und den Sound der Demos bei Weitem in den Schatten stellt. Gerade ein so metallischer Gitarrensound wie Broken Teeth ihn spielen, kommt eben viel besser rüber, wenn einem die Riffs mit Vollgas ins Gesicht gedrückt werden. Und auch im Allgemeinen merkt man, dass die Band einen qualitativen Sprung nach vorne gemacht hat.

Die auf dem Album überwiegenden Midtempo-Passagen haben einen richtig tighten Groove, die Arrangements sind gut gesetzt und auch die Vocals wirken viel eher „on point“, als noch bei den älteren Songs. Da Mosh-Parts schon immer eine Stärke von BT waren, kommen diese, wie nicht anders zu erwarten war, auch hier nicht zu kurz. Abgerundet wird der Midtempo-Mosh mit immer wieder gut platzierten 90er-Metal Riffs. Also vom Sound her eine Symbiose aus „Satisfaction Is The Death Of Desire” und Bolt Thrower. Dass diese Mischung zwar alles andere als innovativ ist, wissen wir ja alle. Aber sie funktioniert hier eben so gut, dass mich das recht wenig stört.

Wer sich ein eigenes Bild machen will, sollte sich einfach die beiden bisher veröffentlichten Songs „Show No Mercy“ und „Nothing Like You“ auf YouTube reinziehen. Diese zeigen recht gut, was einen auf „At Peace Amongst Chaos“ erwartet und sind meiner Meinung nach auch die stärksten Songs der Platte. Broken Teeth liefern auf ihrer ersten LP genau das was ich erwartet habe. Mehr aber allerdings auch nicht.

Ich mag Mosh, ich mag Merauder, mir gefällt es!

Broken Teeth - At Peace Amongst ChaosTracklist

01. Take Me Away
02. Leach Regress To Snake
03. Stomp To Dust
04. At Peace Amongst Chaos
05. Witness Of Destruction
06. Nothing Like You
07. Show No Mercy
08. Lose My Grip
09. Prove You Wrong
10. Riot Of The Mind

Für weitere Informationen checkt:

http://www.facebook.com/brokenteethmanchesterhardcore
http://www.facebook.com/nuclearblast.de

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