Demonwomb – 7″

Aus dem Off fliegen recht melodische Gitarren immer näher an meine Ohren ran, klingen aus, dann der Stop: Bam, voll in die Fresse.

Ok, das ist Demonwomb, mit Power Metal Harmonien hatte ich hier sowieso nicht gerechnet. Anfang bis Mitte Mai kommt was neues von Demonwomb aus Wien, erneut über Powertrip Records aus Leipzig. Selbige haben uns übrigens die digitale Kopie der neuen Selftitled 7″ zur Verfügung gestellt haben, Danke dafür! Ich muss sagen, ich war sehr gespannt auf den neuen Output der fünf Jungs. Schon die vorherige “Cursed” EP und das Demo waren mir sehr gut reingegangen. Also hören wir doch mal, welche Entwicklung die Band seit der letzten Veröffentlichung, die immerhin drei Jahre zurück liegt, genommen hat.

Eingangs hatte ich einige Worte zum Anfang der EP verloren. Gemeinhin hat das Intro den Zweck, den Hörer irgendwie auf die folgenden Songs hinzuleiten, vorzubereiten, wie auch immer. Das ist hier nicht der Fall. Mir scheint eher, dass Demonwomb das Intro bewusst vom ersten Song abtrennen, nur um danach als Kontrast aus allen Rohren loszuballern. Beruhigung für alle Fans: Der typische Demonwomb-Sound bleibt auch auf dieser Platte erhalten. Im Vergleich mit der “Cursed” EP muss ich allerdings sagen, dass hier deutlich mehr Metal-typische Soli verbaut wurden, was dem Ganzen allerdings keinen Abbruch tut. Der erste Song fällt aus metallischem Gefrickel in einen groovig-verschleppten Part, ich könnte mir vorstellen, dass dieser Teil besonders live Anlass zu wildem Tanz bietet.

Im zweiten Song namens “Demonwomb” lässt sich schön beobachten, wie die Band in der aktuellen Welle des Metal / Hardcore Mix ihren eigenen Stil beibehalten, und doch neue Elemente verbauen. Wildes Soligeklampfe wechselt abrupt in crossovermäßiges Metalgeballer und von dort weiter in den für Demonwomb typischen verschleppten Breakdown. Man will nicht nur mit dem Head bangen, sondern der ganze Körper muss mit. In den Lyrics wird übrigens – wie schon der Songtitel suggeriert – der Name der Band thematisiert. “There’s a place where the demons are from, where chaos reigns, where the evil is born, a place of hate, forever doomed, polluted by our demonwomb.” Bei wievielen Bands kann man eigentlich so die Lyrics raushören? ….spricht für die Platte!

In den nächsten Songs geht es so wild weiter, wie zu Beginn. Zwischendurch fügen sich immer wieder – und das ist anders als auf den alten Releases – richtige Metalsoli zwischen die Kopfnickerparts, bevor diese sich in sehr tanzbare Abschnitte wandeln. Dann mal wieder ein Breakdown zum Ende hin, bei “Enter The Void” allerdings gefühlt einen Ticken zu lang gezogen. Es folgt mit “Edge Of Sanity” mein persönlicher Anspieltipp, ich möchte dazu auch gar nicht mehr viel sagen, ich hätte Angst, mich zu wiederholen. Am besten ihr hört euch das mal selbst an. Aber eins sei noch gesagt: wenn man gleichzeitig headbangen, two-steppen und allgemein völlig ausrasten möchte, dann heisst das schon was.

Am Ende des bereits releaseten letzten Songs “Touch Of Death” taucht die Melodie vom Anfang übrigens wieder auf und bildet somit den Rahmen für diese sehr gelungene Veröffentlichung. In Zusammenarbeit mit Power Trip Records und Demonwomb dürfen wir im Vorfeld einen weiteren Song der Platte exklusiv für euch streamen. Unter dem Artikel gehts direkt zu unserer Soundcloud-Seite zum dem Song “Enter The Void“! Viel Spaß!

Demonwomb - 7" CoverTracklist

1. Intro
2. Demonwomb
3. Enter The Void
4. Edge Of Sanity
5. Touch Of Death

Simon Flender

Für weitere Informationen checkt:

http://demonwomb.bandcamp.com

http://powertriprecords.tictail.com

http://www.facebook.com/demonwomb