Gods Hate – Divine Injustice

Bands wie Twitching Tounges und Ruckus dürften den meisten Lesern ein Begriff sein. Daher dürfte dieses Release auch so manchen eine Freude bereiten, denn Colin Young, der in den gerade eben genannten Bands vertreten ist, hat wiedermal was etwas Neues für uns hervorgebracht. Es handelt sich um die Band Gods Hate und ihre allererste EP „Divine Injustice“. Die Scheibe erschien im Februar 2014 und ist kostenlos auf der Bandcamp Seite von Gods Hate anzuhören, oder für schmales Geld zum Download verfügbar. Anfang Mai 2014 kam die Scheibe zusätzlich als 7“ auf Closed Casket Activities in verschieden Farben heraus. Da ich mir die 5 Songs der EP schon auf der Bandcamp Seite mehrfach reingezogen habe, konnte ich natürlich auch nicht widerstehen mir das gute Stück auf Vinyl zu ordern.

Gods Hate Live
Als ich im Vorfeld den Namen Colin Young in Verbindung mit der aus Los Angeles, CA stammenden Band gelesen habe, konnte ich mir schon denken, dass die Band genau meinem Geschmack trifft. Klingt vielleicht ein bisschen nach Fanboy, aber ich bin einfach ein begeisterter Fan von Twitching Tounges und Ruckus. Wie der Name der Band schon sagt, erwartet euch hier kein Picknick, sondern der Zorn Gottes. Vom Sound und der Produktion her ähnelt es auch stark den anderen Bands von Colin, was auch daran liegen könnte, das hier Taylor, der Bruder von Colin die Finger mit den an Reglern hatte. Überzeugen konnte mich vor allem ein geniales Riffing, Singalongs und die typischen Moshparts, wie man sie von Twitching Tounges kennt. Weitere Einflüsse der Band kommen auch von Bands aus der Metalszene, wie zum Beispiel von Crowbar und Obituary. Also grob gesagt, stellt euch Twitching Tounges ohne die Clean Parts, weniger Experimente, einer kleine Prise Bolt Thrower und einer dauerhaft angepissten Stimme vor.

Mir gefällt Nates Stimme schon sehr gut, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass wenn es mal zu einer LP kommen sollte, mich die Stimme ab dem achten Song ein bisschen nervt. Aber da dies noch nicht der Fall ist, bleibt das aus der Bewertung raus – bei der kurzen Spieldauer ist es kein Störfaktor. Kommen wir mal auf die Message der Jungs zu sprechen: Das Albumcover spiegelt eigentlich so gut wie fast jeden Song wieder, man sieht gewaltbereite Polizeikräfte, Soldaten, Heroinspritzen und mittig den guten alten gekreuzigten Jesus. Es ist schon ein recht abgedrehtes Albumcover.

Aber damit wollen die Jungs uns auch was sagen und spiegeln das in ihren Texten wieder. Diese beinhalten unter anderem den blinden Glaube an Gott, die Unterdrückung durch den Staat und der Staatsgewalt, Kriege mit Soldaten, die blind Befehle ausführen, Drogenopfer und so weiter. Die Mannschaft von Gods Hate nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie ihre innere Wut an die Masse vermitteln, was auch gut so ist. Fans von Bands wie Harness, Disgrace und Ruckus sollten sich diese Hardcore/ Moshmetal-Schlacht nicht entgehen lassen und mal online reinhören oder gleich bei Closed Casket Activities vorbeischauen.

Tracklist:Gods Hate Divine Injustice

1. Divine Injustice
2. Admission Of Guilt
3. Headstone (The Scum)
4. Social Class Warfare
5. Instinct

Fernando Sanchez Bertot

Für weitere Informationen:

http://godshate.bandcamp.com

http://closedcasketactivities.com

comments