Harm/Shelter – Paycheck Review

Harm/Shelter aus dem hessischen Gießen, waren Ende Mai/Anfang Juni mit CDC und World of Pain auf Europa-Tour. Auf dieser erschien dann pünktlich zum RTS-Fest nach einer Demo und einer 7“ auch ihr erster Longplayer “Paycheck” – vorerst allerdings nur auf CD über BDHW Records. Da ich mir bereits eine der in drei Farben etwas später erschienenen Vinyl-Versionen gepreordert hatte, habe ich mir die CD nicht besorgt. Jedoch konnte ich mir live und bei einem meiner Kumpel auf der Heimfahrt vom RTS schon mal einen kleinen Eindruck der Songs machen. Der Sound blieb sofort im Ohr hängen und ich konnte es kaum erwarten endlich meine Platte auf den heimischen Plattenteller zu legen.

Harm/Shelter
Harm/Shelter, Bild: Molux Imago

Los geht es dem Opener „Eternal War“, den es vor Release schon auf YouTube zusammen mit einem Video zu hören und zu sehen gab. Hiermit machen die Jungs gleich mal klar wohin die Reise geht: kurze knackige Banger im Midtempo-Bereich mit so viel Groove, dass man mindestens mitnicken will, äh mitnicken MUSS. Für „Eternal War“ wurde für den letzten Part gleich mal Labelmate James von Detriment mit ins Boot geholt. Sänger Jay rappt seine Vocals zum größten Teil und passt perfekt in den groovigen Sound. Der Flow stimmt und der Sound erinnert teilweise an Downset.

Auf „For The Low“ gibt es nach einem schönen Gitarrensolo mit Benoit von Mad At The World ein weiteres Feature. Der Track konnte vorab ebenfalls über YouTube gestreamt werden. An Features mangelt es auf „Paycheck“ auf keinen Fall, was der Scheibe zusätzlich jede Menge Abwechslung bringt. Textlich ist auch alles vorhanden. Auf „Mr. Brown“ beispielsweise wird zusammen mit Lukas (Gone To Waste) ein dicker Mittelfinger in Richtung Rechts gezeigt. „Your stupid head let me smash it for you“. Im Großen und Ganzen betrachtet sind die Texte sehr sozial- und gesellschaftskritisch und regen zum Nachdenken an.

Mit „Vom Schatten ins Nichts“ gibt es nach den ersten fünf Songs eine kurze Verschnaufpause, in Form eines melancholischen Rap-Songs. Sänger Jay hat neben Harm/Shelter noch ein Rap-Projekt am Start, auch der Beat wurde selber produziert. Anschließend wird mit „D.F.T.R“ wieder in die Vollen gegangen, treibende Drums mit der ein oder anderen Doublebass-Attacke treffen auf schwere Gitarren und satten Bass, das ein oder andere Gitarrensolo findet sich auch wieder, fett! Die Platte drückt einfach wahnsinnig ins Gesicht, wofür auch die dicke Produktion des Level 3 Entertainment in Essen mitverantwortlich ist. Zu guter Letzt gibt sich BDHW Records-Labelchef Toni, dessen Engelsstimmchen noch so einigen von Screamin Silence bekannt sein dürfte, auf „Mind Control“ die Ehre.

Die fünf Gießener bringen mit ihrem Sound und ihrer unglaublichen Live-Energie jede Menge frischen Wind in die deutsche Hardcore-Szene. Also checkt mal euer Pay und ordert euch das Teil im BDHW-Shop!

Trackliste

01. Eternal Crusade (feat. James Detriment)
02. Suppression
03. For The Low (feat. Benoit Mad At The World)
04. Mr. Brown (feat. Lukas Gone To Waste)
05. Venom
06. Vom Schatten Ins Nichts
07. Interlude
08. D.F.T.R.
09. Gomorra (feat. David Gone To Waste)
10. Judgement
11. Satans Breed
12. Mind Control (feat. Toni BDHW)

Für weitere Informationen checkt:

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