Mental Refuse – Demo Review

Noch nicht allzu lange ist es her, da hat mich mal wieder das Fernweh gepackt und ich habe den weiten Weg bis ins JZ Riot auf mich genommen.Abgesehen davon, dass Shows dort eigentlich immer fett sind, wollte ich mich endlich davon überzeugen, ob der Hype hinter Turnstile gerechtfertigt ist oder nicht. Das Schöne an solchen Roadtrips ist immer, dass man unzählige Stunden auf dem schönen deutschen Autobahnnetz verbringen darf und darüber hinaus immer mal wieder die Chance hat, frische neue Bands im Vorprogramm zu sehen, die einem normalerweise eher seltener über den Weg laufen würden.

So erging es mir an diesem Abend mit Mental Refuse, von denen ich vorher noch kein Sterbenswörtchen gehört habe. Für ihren zweiten Auftritt haben sie eine wahnsinnige Show hingelegt und waren ein mehr als würdiger Opener für einen klasse Abend. Immer noch beeindruckt musste ich mich am nächsten Tag gleich mal auf Recherche ins Netz begeben und siehe da: ein Demo von den Jungs aus Senftenberg ist sogar schon als Download via Bandcamp erhältlich. Also gibt es keine Ausflüchte mehr sich nicht näher mit der Band zu beschäftigen.

Die Demo startet mit einem kleinen Intro Track, der genau das macht, was ein Intro machen soll: nämlich richtig Bock auf den Rest der Platte machen. Und da meine Füße und mein Kopf eh schon am wippen sind, kann es gleich weiter gehen mit dem ersten richtigen Track der Demo namens „Mental Abuse“, der richtig reinhaut und auf jeden Fall als Titeltrack der Demo zu zählen ist.

Was sofort auffällig ist, ist wohl die doch eher ungewöhnliche Stimme des Sängers und die gewollt eigenartige englische Aussprache des Textes. Mental Refuse zu hören ist irgendwie wie Club Mate zu trinken. Am Anfang schmeckt es ungewöhnlich und nicht genau definierbar aber nach ein paar Schlücken hat man sich daran gewöhnt, schüttet vier Finger breit Vodka drauf und feiert darauf die ganze Nacht. Auch die folgenden Lieder überzeugen durch einen schönen Mix aus schnell gespielten Punkpassagen und 2-Stepparts, die auch gerne mal in einem Moshpart enden und förmlich zum stompen durch die eigenen vier Wände einladen.

Mental Refuse spielen auf ihrer ersten Veröffentlichung frischen New School Hardcore, der mit einer gehörigen Prise Punk verfeinert wurde. Wenn man Vergleiche heranziehen müsste, würde ich den Sound als eine Mischung aus Risk It und Light It Up definieren. Nach fünf Tracks ist die Demo auch leider schon vorbei und mir bleibt nichts anderes als übrig, als sie euch dringend weiter zu empfehlen! Mental Refuse liefern hier ein grundsolides Werk ab, mit genug Eigenständigkeit im Sound, dass man gespannt sein kann, wie sich die junge Band noch weiterentwickelt. Daumen hoch!

Mental Refuse Demo CoverTracklist

01. Intro
02. Mental Abuse
03. Ego Stomp
04. Stranger
05. Bootless

Für weitere Informationen checkt:

http://mentalrefuse.bandcamp.com

http://www.facebook.com/mentalrefuse

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