xRepentancex – Cleansing Review

xRepentancex aus England dürften sich spätestens mit ihrer LP “The Sickness Of Eden” einen Namen bei jung und alt gemacht haben. Die Band konnte mit ihrem 90s-Revival-Sound und ihrer ausgesprochenen, klaren Position in Sachen Vegan Straight Edge und Tierbefreiung viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen und natürlich auch stark polarisieren. Für eine Band, die gerade einmal drei Jahre alt ist und sich sowohl musikalisch als auch lyrisch alles andere als massentauglich gibt, konnten xRepentancex eine große Anhängerschaft für sich gewinnen. An dieser Stelle fragt man sich höchstwahrscheinlich, wie die Band es dann so schnell geschafft hat internationale Beliebtheit zu gewinnen. Die Erklärung ist recht einfach: xRepentancex sind wahnsinnig gut und kreativ und tun dem auch mit ihrer neuen EP “Cleansing”, welche in Kürze auf Carry The Weight Records erscheinen wird, keinen Abbruch.

xRepentencex

Bereits auf “The Sickness Of Eden” überzeugte die Band mich mit ihrer Mischung aus Arkangel, Day of Suffering und massig Slayer-Riffs. Diesen Weg verfolgen xRepentancex konsequent weiter, wobei auf “Cleansing” meiner Meinung nach die Day of Suffering-Einflüsse deutlich stärker zum Vorschein kommen, was der ganzen Sache einen starken Death Metal-Vibe verpasst. Eröffnet wird die EP nach einem kurzen Sample mit dem Song “Fortress”, der sofort mit dem Hörer auf die gröbste Art und Weise ins Gericht geht. Die Instrumentalfraktion schießt einem unaufhörlich metallische Riffs um die Ohren, die durchweg an die genannten Bands erinnern, dabei jedoch nicht einfach geklaut wirken, während Sänger John sich mit einer Mischung aus hektischem Gekeife und Death Metal-Growls über die Grausamkeit und Unmenschlichkeit von Tierversuchen auskotzt. Hier vergeht jedem das Bild vom veganen, Bäume umarmenden Hippie. Alles was xRepentancex für die Tierindustrie übrig haben ist blanker Hass und sie bemühen sich nicht besonders das zu verstecken.

An “Fortress” knüpft nahtlos der Titelsong “Cleansing” an und startet sofort mit einem düsteren, harten Riff, das an die Metal-Giganten Slayer oder auch Bolt Thrower erinnert. Anschließend knüppelt man sich wie gewohnt durch schnelle 90s-Metalcore Riffs, garniert den ganzen Spaß mit ein paar Blastbeats und schreit sich unheimlich wütend durch den Song bis man schließlich am Ende bei einem Breakdown sondergleichen ankommt. Dieser ist bösartig und gnadenlos genug um selbst dem härtesten Beatdown-Kiddie die Butterfly Aerials aus den, in Jogginghosen gerüsteten, Storchenbeinen zu entlocken. Textlich rückt man hier mal vom Thema Veganismus ab und lässt sich über den Missbrauch durch alkoholabhängige Elternteile aus, wobei diese Rechnung hier mit sehr expliziter Wortwahl beglichen wird und man auch zu dieser Thematik kein Blatt vor den Mund nehmen möchte, aber das muss man schließlich auch nicht.

Abschließend kann ich sagen, dass xRepentancex mir auch mit “Cleansing” erneut zeigen konnten, warum ich sie persönlich für die beste aktuelle Hardcore beziehungsweise Metalcore Band halte. Ein oder zwei Songs mehr hätten der EP zwar auch nicht geschadet, aber lieber zwei Bretter als drei Lückenfüller und ein tauglicher Song. “Cleansing” gibt es übrigens derzeit zum Streamen auf der Bandcamp-Seite von Carry The Weight Records. Wer den 90s in Sachen Hardcore irgendetwas abgewinnen kann, sollte die Band als ganzes und auch die aktuelle EP auf keinen Fall versäumen. Ich bin und bleibe Fan.

xRepentencex - CleansingTracklist

01. Fortress
02. Cleansing

Für mehr Infos checkt:

xRepentancex auf Facebook:
https://www.facebook.com/XRepentanceX

xRepentancex auf Bandcamp:
http://xrepentancex.bandcamp.com

Carry The Weight Records auf Bandcamp:
https://carrytheweightrecords.bandcamp.com

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