Was in keiner Plattensammlung fehlen darf! #004

Death Threat – Peace And Security

 „we didn’t build the scene for you to disgrace it
I didn’t make a name for myself for you to claim it
to you this is just another trend
but I’ll representing hardcore to the bitter end
the few, the proud, it’s a way of life
me and my friends always side by side
cause we’ve got respect for each other
I treat my motherfucking friends like brothers”

Was wäre eine Hardcore-Vinyl-Sammlung ohne einer der Scheiben, die Hardcore in all den Jahren am meisten mit geprägt hat? Ich rede hier von keiner anderen Band als Death Threat und deren, meiner Meinung nach, bestem Album „Peace And Security“, welches im Jahre 2000 auf Bridge 9 Records auf Vinyl und bei Triple Crown Records als CD erschien.

Death Threat

Wo soll ich nur anfangen? Ich feiere das Album, seitdem ich es das erste Mal gehört habe und auch die Band an sich, hat sich in all den Jahren zu einer meiner absoluten Lieblingsbands entwickelt. Der Grund ist simpel: die Band gibt mir lyrisch all das, um was es meiner Meinung nach im Hardcore gehen sollte. Dazu zählen Freundschaft, Loyalität zur Szene, Stärke zeigen, Zusammenhalt und auch all die negativen Aspekte des Lebens, wie Hass, Verzweiflung, Unterdrückung und so weiter. Spätestens ab der „For God And Government“ findet auch Politik Einfluss in den Texten der Band. Man kann den Einfluss von Death Threat in vielen aktuellen Bands noch wiederfinden, nicht nur auf musikalischer, sondern eben auch auf der gerade beschrieben lyrischen Ebene.

Musikalisch erwarten euch primär viele Old School Elemente. Die meisten Songs der Scheibe gehen gerade nach vorne, mit stampfenden Mosh Parts und reichlich Sing Alongs. Stellt euch eine Mischung aus Sick Of It All, Hatebreed und Blood For Blood vor. Apropos Hatebreed: frühere Hatebreed Mitglieder zählen übrigens auch zu den Gründungsmitgliedern von Death Threat, die Einflüsse kommen also nicht von ungefähr. Ich durfte die Band bisher mehrfach live sehen und jedes Mal hat mich eine schnelle, rasende, wütende und leidenschaftliche Hardcoreband mit ihrem Sound überrollt, und jedes einzelne Mal konnten sie mich mehr und mehr von ihrem Können überzeugen.

Einer der bekanntesten Songs der Band befindet sich ebenfalls auf diesem Album, nämlich „Dead At Birth“, Sänger Aaron verleiht diesem Song mit seiner lässigen, aber trotzdem irgendwie pissigen Stimme die Brise Aggressivität, die der Song mit seinem Text ausdrücken möchte. Auf jeden Fall ein absoluter Anspieltipp und vielleicht sogar der Death Threat-Song überhaupt.

Noch zwei weitere Songs, die unbedingt erwähnt werden müssen, sind zum einen der Titeltrack der Platte mit dem Namen „Peace And Security“, welcher im Prinzip das komplette Gegenteil des Songnamen wiederspiegelt, und „Life Sentence“, welcher ein Feature mit White Trash Rob und Buddah von Blood For Blood beinhaltet. Ein sehr negativ ausgelegter Song, mit sehr viel Power und Wut – genau so wie ich es mag. Viele werden nun aufschreien und denken „Aber da fehlt doch auf jeden Fall noch Song xyz“ – und letztendlich dürfte jeder mit so einer Aussage recht haben. Jeder Song auf dem Album ist durchweg gut und für sich allein gestellt ein Hit. Ob das nun ein „Disgrace“, ein „Nowhere fast“ oder ein „Never Again“ ist, die Platte steckt voller Klassiker. Aber ein bisschen sollt ihr ja noch auf eigene Faust entdecken!

Fakt ist, obwohl dieses Album sehr simpel und einfach aufgebaut ist, lässt es mein Herz bei jedem Hördurchgang höherschlagen und so etwas löst nicht jede Band bei mir aus. Falls jemand noch nichts von der Band und dem Album gehört hat, sollte sich dies schnellstmöglich ändern! Und jeder, der die Band gut genug kennt und bereits im Besitz dieses Stücks Hardcoregeschichte ist, sollte sich glücklich schätzen und nach dem Lesen dieses Blogeintrags erstmal den Plattenspieler anschmeißen und die „Peace And Secuirty“ Platte auflegen. Zu guter Letzt noch ein persönliches Dankeschön an Death Threat für dieses Meisterwerk und auch alle anderen Releases, die bisher von dieser Band zum Vorschein kamen.

Fernando Sanchez Bertot

Für weitere Informationen checkt:

http://facebook.com/pages/Death-Threat/318859294074

http://bridge9.com/deaththreat