ATOMGOTT – Apatheia Review

An sich könnte das gesamte  Review aus „ATOMGOTT sind extrem wütende Typen“ bestehen – und würde damit schon fast alles über die erste LP „Apatheia“ der Gladbacher erzählen. Doch ATOMGOTT sind viel mehr als wütende Typen und auch die neue Platte ist viel mehr als das, deshalb ausnahmsweise schon vorab eine Empfehlung, die ich euch sehr ans Herz legen möchte: Kauft euch „Apatheia“ und hört auf jeden Fall rein! Vor allem Freunde einer extrem aggressiven Mischung aus heftigem, hartem und schnellem Grindcore, Death Metal und Hardcore wird die Platte gut gefallen.

Atomgott Band

Mal abgesehen davon, dass ein Teil der Band aus Ex-The Platoon Mitgliedern besteht, zeichnet die Band noch etwas ganz anderes aus: Die eigenen Lyrics sind ausschließlich auf deutsch. Für die Experten, die jetzt der Meinung sind „Deutsche Texte? Nicht cool“ auch hier nochmal der Hinweis: Kauft euch die Platte und hört selbst! Dass ATOMGOTT ihrer Wut auf deutsch Luft machen, tut dem ganzen Album nichts ab – ganz im Gegenteil, „Apatheia“ strotzt vor Aggression, Kraft, wahnsinnigem technischen Können und bedeutenden Texten.

Die erste EP „Es gibt kein Utopia“ wurde im Jahr 2012 über Southwest Records veröffentlicht, damals noch mit Flo von Circle of Death an den Vocals. Die neun Songs (+ „Streaks of Blood“ Cover) auf der ersten LP „Apatheia“ wurden bei Manuel in seinem Parabol Audio Studio aufgenommen und wird über ATOMGOTT selbst veröffentlicht. Neu am Mikrofon ist Maik, der vorher bei Cortical Callosum war.

Zugegeben, „Apatheia“ geht weit über klassischen Hardcore hinaus. Die Songs sind anders strukturiert, die Vocals erinnern enorm an Death Metal und auch die Gitarren sind deutlich schneller als so manch einer es aus dem Hardcore kennt. Dennoch, ich selbst bin kein Death Metal-Fan, aber auch ich bin mal wütend, höre wütende Musik und vor allem, wenn die Texte, die zugegeben schwer bis gar nicht zu verstehen sind (kann man ja aber nachlesen), zum Nachdenken anregen und die Band Stimme und Instrumente beherrscht, dann ist das einfach eine sehr gute Platte – und das haben ATOMGOTT geschafft!

VÖ: 1. April 2016

Atomgott - Apatheia CoverTracklist

01. Intro
02. Es zerfällt von selbst
03. Blutrausch des Irrsinns
04. Die Richter ihrer selbst
05. Geboren im Schmerz
06. Tiefste Dunkelheit
07. Ausgemerzt
08. Zeitalter der Lügen
09. Ihr habt euch so gemacht
10. Streaks of Blood

Für weitere Informationen checkt:

https://www.facebook.com/atomgottofficial
https://atomgott.bandcamp.com/album/apatheia