Crowned Kings – Forked Road Review

Ich muss zugeben, dass mir Crowned Kings aus Melbourne bis dato noch kein Begriff waren, wodurch „Forked Road“ auch meinen ersten Zugang zur Band darstellt. Meine Aufmerksamkeit erlangte die Band durch den Vergleich zur New Yorker Legende Merauder im Promotext. Ich selbst bin ein riesen Merauder-Fan und beschloss deswegen ein Review zu „Forked Road“ zu schreiben. Erschienen ist „Forked Road“ bereits als CD und bald als 12“ Vinyl über Demons Run Amok Entertainment.

Crowned Kings

Der erste Song „Aim for the Top“ fasst im Prinzip die Richtung der ganzen Platte gut zusammen. Hartes, metallisches Riffing und treibender Midtempo-Mosh dominieren den Sound von Crowned Kings. Das hier gebotene funktioniert in sich und dürfte auch live für Spaß sorgen. Was man hier jedoch vergeblich sucht ist die musikalische Raffinesse, die metaphorisch-düsteren Texte und das Abwechslungsreiche Songwriting der im Promotext genannten Merauder. Viel mehr würde ich hier einen Vergleich zu Lionheart, Hatebreed oder auch Terror ziehen.

Das Songwriting ähnelt leider sehr stark dem von vielen anderen aktuellen Bands, wodurch einiges an Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert verloren geht. Der Fokus liegt zu stark auf moshigen Passagen, denen damit die Abwechslung weichen muss. Viele Songs ähneln sich untereinander, was es mir persönlich relativ schwer macht ein Highlight auf dem Album zu finden oder Songs herauszustellen, die das Album zu etwas besonderem machen.

Versteht mich nicht falsch. Es handelt sich bei „Forked Road“ nicht um eine schlechte oder unterdurchschnittliche Platte. Es fehlt lediglich der Wiedererkennungswert, der bei einem bestimmten Sound den Namen der Band im Kopf klingeln lässt. Crowned Kings leiden damit unter einem „Symptom“, das sich wie ein roter Faden durch viele moderne Hardcore-Bands zieht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Crowned Kings ihr Handwerk innerhalb ihrer musikalischen Grenzen beherrschen, was aus der Platte letztendlich ein solides Album im oberen Mittelfeld macht, aber das Rad mit „Forked Road“ nicht neu erfinden. Im Auge behalten sollte man die Band meiner Meinung nach trotzdem, da sich die Band vielleicht erst selbst finden muss und mit innovativeren Riffs durchaus mehr auf die Beine stellen könnte.

Crowned Kings - Forked Road CoverTracklist

01. Aim for the Top
02. Rage Inside
03. Ego Trip
04. Forked Road
05. Judged
06. Rule This World
07. Enemy
08. Deadbeat
09. Slave To The Cash
10. The Reaper
11. Never Give Up
12. Sold My Soul

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