Extinct! – GREATEST HITS – The Early Years Review

Extinct LiveWas ist passiert? Ende 2015 veröffentlichten Extinct! aus dem beschaulichen Querfurt (in Fachkreisen auch Mordor genannt) ihre zweite Demo „GREATEST HITS – The Early Years“. Kurz danach gaben „Weekend Nachos“ aus purer Frustration, nie auf ein solches Level zu kommen welches Extinct! bereits mit ihrem zweitem Release erreicht hatten, ihre baldige Auflösung bekannt.

Ob etwas an meinem Hirngespinst dran ist, wag ich zwar zu bezweifeln. Aber auf jeden Fall schlagen die Ostdeutschen „Power Violence“-Liebhaber in eine ähnliche Kerbe, wie ihre US-amerikanischen Vorbilder. Da mir Extinct! bereits im Sommer positiv auffielen, war ich natürlich gespannt, wie und ob sich die junge Band weiterentwickelt hat. Ich hoffe ihr euch auch.

Extinct! Klappe die Zweite: „GREATEST HITS – The Early Years“ ist quasi eine best of-Demo bestehend aus den vier Tracks, die auf ihrer ersten Demo bereits erschienen ist, und weiteren sechs neuen Liedern. Ein kurzes Anklingen der Instrumente muss beim ersten Track „b/w“ als Anwärmphase reichen. Schon wird das Tempo auf Violencestufe herauf gedreht und die nächsten Lieder rauschen nur so an mir vorbei. Den ersten Eindruck, den die neuen Songs bei mir hinterlassen, ist auf jeden Fall der, dass die Waagschale auf dieser Demo mehr Richtung schnelles, aggressives Grindgeknüppel kippt und die HC Elemente dafür reduziert wurden.

Erst bei „smartboi“ wird dem Hörer der erste Breakdown im gewohnten ostdeutschen OLOC-Charme um die Ohren gehauen. Auf diese Mischung hab ich gewartet. Damit kann ich arbeiten. Die letzten zwei Songs der (ich nenn es mal vorsichtig) Platte, „fractal wrongness“ und „careless“ haben es in sich und entpuppen sich eindeutig als die Stärksten. Hier spielen die Querfurter noch einmal das aus, weswegen sie mir schon im Sommer aufgefallen waren. Eine absolut wütende Mischung aus aggressiven, schnellen Gitarrenriffs und vor sich hin stampfenden Breaks, die mich mal wieder sehr an „Worms And Dirt“ von Homewecker erinnern.

Alles im allem bin ich froh, dass Extinct! jetzt endlich zehn Songs zusammen haben, mit denen sie locker ein neun minütiges Liveset spielen können. Nein, Spaß bei Seite. Das Release wird mich jetzt nicht urplötzlich zum „Power Violence“ Überfan verwandeln. Aber Extinct! zeigen was alles möglich ist, wenn man sich auch mal aus den gewohnten Tiefen diverser Gerners bewegt und Neues wagt. Dafür Hut ab.

Extinct - The Greatest Hits CoverTracklist

01. b/w
02. uniform
03. smartboi
04. hate
05. fractal wrongness
06. Careless
07. in hiding
08. extinct
09. god season
10. laplace

Für weitere Informationen checkt:

http://becomeextinct.bandcamp.com/album/greatest-hits-the-early-year

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