Mossat – Witch Review

Heute erwartete mich in meinem Briefkasten ein Päckchen von Rising Nemesis Records Vinyl & Tape. In dem kleinen Päckchen befand sich das aktuelle Tape der Band Mossat aus Hamm, welches auf den kurzen und eingängigen Namen „Witch“ hört. Da ich bereits von der vorherigen EP „Warchild“ sehr angetan war, konnte ich kaum erwarten mir das neue Material anzuhören und entschied mich kurzerhand dieses im gleichen Zug zu reviewen.

Mossat Bandphoto

Bereits das Cover-Artwork zeigt in welche Richtung der Spaß geht. Hier stehen dem Hörer düstere 8 ½ Minuten bevor, die auch nicht lange auf sich warten lassen. Nach vier Snare-Schlägen bricht mit dem Song „Amok“ das erste Blastbeat-Gewitter über den Hörer hinein. Begleitet werden die rasenden Drums von sägenden Gitarren, die an schwedische Death Metal-Größen wie Entombed oder Dismember erinnern. Über all dem liegt krönend noch der Gesang, der vor Hass förmlich trieft. Ich weiß nicht was Sänger Chris mit seinem Kehlkopf gemacht hat und wie gesund das war, aber es klingt hier schlicht und einfach richtig und ergibt zusammen mit den instrumentalen Elementen ein unheimlich hartes Gesamtpaket. Gipfeln tut der Song in einem groovigen, metallischen Part, der letztlich noch in einem abrundenden Gitarrensolo mündet.

Weiter geht es mit dem Titelsong „Witch“. Im Gegensatz zu „Amok“ gibt sich „Witch“ eher schleppend und bedient sich Elementen des Doom- und Sludge Metals. Durch den Gitarrensound bleibt die Death Metal-Note auch hier erhalten, was den langsamen Riffs noch mehr Druck verleiht. Ich persönlich würde den Song als den stärksten Song des Tapes einstufen, da er mit Abwechslung glänzt und sich durch die schleppende, düstere Atmosphäre von ähnlichen Bands abhebt.

Der dritte Song, „Unblinded“, bedient sich wieder stärker den Grind-Elementen, die bereits in „Amok“ zu hören waren. Nach gut 30 Sekunden rasendem Tempo schlägt aus dem Nichts ein steinharter Breakdown auf einen ein. Der rapide Wechsel zwischen Uptempo-Grind-Geballer und dem schleppenden Breakdown funktioniert super und wird vor allem live den ein oder anderen zum tanzen bewegen können.

Zu guter Letzt bekennt man sich mit einem Cover von Sepultura„Propaganda“ zu seinen Einflüssen. Bei dem Cover handelt es sich um eine Proberaumaufnahme, was einigen vielleicht ein wenig bitter aufstoßen wird, aber dem Cover meiner Meinung nach einen ganz eigenen Charme verleiht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Mossat mit ihrer neuen EP noch einmal ein ganzes Stück verbessert haben. Die Jungs schaffen es abwechslungsreiche Songs zu schreiben, die wunderbar zusammen funktionieren und ein stimmiges Gesamtbild schaffen. Freunde von Grind-Death Metal-Hardcore Hybriden wie Nails oder Homewrecker werden hier großen Gefallen dran finden. Es lohnt sich auf jeden Fall Mossat im Auge zu behalten. Ich freue mich auf mehr!

TracklistMossat - Witch Albumcover

01. Amok
02. Witch
03. Unblinded
04. Propaganda (Sepultura Cover)

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